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Persönlichkeitswachstum

Gibt es irgendeinen Grund warum man sich weiterentwickeln soll oder muss? Was kann eine Motivation darstellen die ein Individuum antreibt?

Da, wie wir festgestellt haben, das Leben sinnlos ist gibt es auch keinen Grund sich aus eigenen Antrieb zu verändern. Ganz kann man sich einer Entwicklung (und sei es Degeneration) nicht entziehen - ist sie doch eine der Welt immanente Konstante. Das unterscheidet sich von der Denke des gemeinen Fußgängerzonenmenschen der persönliches Wachstum als veritable Direktive verinnerlicht hat. Es gibt doch einen erheblichen Unterschied zu welchem Zwecke er seine Fortentwicklung betreibt, diese dient nämlich vorrangig der Vermehrung seines finanziellen Depots sowie seinem sozialen Aufstieg. Damit möchte er sich seinen Status in der Gesellschaft erhalten oder verbessern.

Hier ist keine Persönlichkeitsentwicklung im Sinne einer Kultivierung von Tugenden respektive eine Veränderung in Richtung besserer Mensch im romantischen (sic!) Sinne gegeben. Einzig der Aufstieg im kapitalistischen System ist anvisiert, der im Allgemeinen durch ebenjenes System proklamiert und als hehres Ziel verkauft wird.

Halten wir also fest das Entwicklung aus Eigenmotivation zu nichts führt. Außerdem beinhaltet sie die Gefahr von Verdummung da unter Umständen nicht nachgedacht wird in welche Richtung man sich fortbilden möchte sondern generalgesellschaftliche Motivationen aus Mangel eigener Denkansätze übernommen werden.
29.6.10 23:19


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Der ewige Konsument

Heute geht es um Konsum, und zwar um eine spezielle Art, nämlich den Konsum von Inhalten aus dem Web. Darunter verstehe ich jegliche Art von Nachrichten, Foren, Blogs, Feeds, Filmen, Webradio, and so on, pauschal gesagt also den Konsum von Information.

Ich habe eine Informationsvergiftung (IV). Das Web ist der Overkill an Information und alles wird ungefiltert und live direkt publiziert. Dank Twitter sogar in Echtzeit. Nur gibt es mehrere Unterschiede zwischen Essen und Verdauen. Allgemein bekannt dürfte sein das Letzteres mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Versetzen wir uns in die Zeit zurück da man noch (hauptsächlich) Bücher las. Das Doing war folgendermaßen: Man liest ein Buch in großen Zügen von mehreren Kapiteln mit halb- oder ganztägigen Pausen dazwischen. Danach dachte man noch ein wenig über das Gelesene nach und wendete sich einem neuem Objekt zu.

Völlig anders das Web: Kurz die Emails und die News gecheckt, dann die unter den Favouriten getagten Newssites durchgegangen, danach dann in mehrere Foren und eventuell einen Comment verfassen. Als nächstes Online-Banking, ein Filmchen auf Youtube und etwas Preisrecherche für den nächsten Einkauf. Wieder zurück zum Forum, da ist einem noch was eingefallen ist. Dann muss noch berufswegen kurz etwas getippt werden, nebenbei läuft das Webradio. Nochmal kurz mit dem Freund geskypet und das obligatorische Telefonat mit der Freundin via VOIP. Unter Umständen erfolgt das geschilderte auch parallel oder unter diversen Nebenaktivitäten.

Es ist absolut großartig dies alles zu können. Jedoch erfordert es ein hohes Maß an Konzentration, Organisation, Denkvermögen und Multitasking - und das kostet Energie und zweitens, zumindest bei mir, Nerven. Ist ja klar! Man rackert wie ein Topmanager um all seine Aktivitäten unter einen Hut zu bekommen, man ist ja sozusagen Hauptabteilungsleiter einer pompösen Kommunikationszentrale. Und das alles nach Feierabend bis tief in die Nacht. Da machen sich mitunter leichte Ermüdungserscheinungen bemerkbar.

Um meine IV zu kurieren müsste ich für einige Wochen in ein einsames Bergdorf ohne Telekommunikationsmöglichkeiten fahren. Jedoch wäre so ein kalter Entzug sehr gefährlich für meine labile Persönlichkeit. Außerdem wäre dies ein Erlebnis über das es sich zu bloggen lohnt.

CU
28.6.10 22:09


Die Welt ist schlecht

Die Welt ist schlecht und sie wird nicht besser. So etwas zu behaupten ist ebenfalls schlecht, dennoch tue ich es. Warum? Weil es so ist! Lassen wir zum Zwecke der Beweisführung einige herausragende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte nun im O-Ton erklingen.

Ich weiß nicht, ob mein Leben nutzlos und bloß ein Mißverständnis war oder ob es einen Sinn hat.
- Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
- Altes Testament, Mose

Das Leben ist eine fortwährende Ablenkung, die nicht einmal zur Besinnung darüber kommen läßt, wovon sie ablenkt.
- Franz Kafka

Alles Leben ist Leid.
- Siddhartha Gautama

Also lasst uns den ewigen Zweckoptimismus, diese sinnentleerte Tschaka!-Mentalität zu Grabe tragen! Lasst uns Trauern angesichts dieses zerdehnten Zeitraums namens Existenz dessen Ende man mit bitterer Wehmut herbeisehnt. Angesichts der Unmöglichkeit zu verstehen welchen Sinn all dies Brimborium darstellt, kann nur die Einsicht Nepenthes spenden das Alles, wirklich Alles absolut jedwedem tieferem Sinn entbehrt. Das Leben ist ein sich wiederholender Zyklus aus Banalitäten und Enttäuschungen, eine Mühle die Geist und Wille shreddert und vaporisiert.
28.6.10 21:35


11. M?rz 2005


Freitag

So mein lieber Blog. jetzt bin ich wieder da und schreibe, soll ja keiner verhungern. Mann, Mann, Mann! Ich hatte mir eigentlich vorgenommen jeden Tag hier etwas zu notieren. Pustekuchen, Denkste! Das Problem ist das ich nicht trivial werden m?chte und die Welt mit meinen Einkaufszetteln und Familienfesten langweilen. Pi-Pa-Pustekuchen!

Mein Leben ist langweilig. Du, lieber Blog, h?ltst mir das vor Augen. Du Arsch. Und mit dir soll ich weiterhin reden? Das muss ich mir gut ?berlegen. Vielleicht fehlt mir auch ein Thema, muss ja nicht immer Tagebuchstyle sein.
11.3.05 02:35


25. Februar 2005


Freitag

Gestern schrieb ich bei dem hervorragenden Onlinemagazin Telepolis einen Diskussionsbeitrag, bei dem man einen sehr pessimistischen Ton bei meiner Einsch?tzung der Menschheit heraush?ren konnte. Manchmal, vor allem wenn ich das Wort ?Bush? im Zusammenhang mit ?Demokratie? h?re, kann ich sehr w?tend oder eben manchmal auch sehr deprimiert werden. Ein Teilnehmer antwortete, dass ein gesunder Zynismus manchmal der erste Schritt zu einem ambitionierten Engagement in solchen Dingen ist.

Bei mir aber nicht. Ich greif da lieber zu den guten alten Drogen, zur Rotweinflasche morgens um acht. Ja, denn abgesehen davon, dass Engagement in der Politik eine Sisyphusarbeit mit wenig Erfolgschancen ist, gibt es einen Beweis, dass sie tats?chlich etwas Gutes bewirkt hat? Falls ja k?nnte man auch aufz?hlen, wie viel Krieg und Leid sie ausl?ste. Politik ist eine Erfindung die ?u?erst fraglich ist. Die Alternative, die Anarchie ist ebenso fraglich, und w?rde fr?her oder sp?ter auch wieder in einer Aristokratie oder sonst wo landen. Es bilden sich immer Strukturen heraus, die eine Affinit?t zur Macht besitzen und das Ziel der Herrschaft streng verfolgen. Nein, bei der Demokratie ist das nicht so! Sagen sie. Denn die Demokratie und die Anarchie haben gemeinsam, dass sie von denselben Pr?missen ausgehen: Wenn jeder gem?? seiner F?higkeiten frei handeln kann, ist das gerecht. Das Dumme ist blo?, dass die F?higkeiten ungleich verteilt sind. In der Anarchie z?hlt Gewalt und St?rke, in der Demokratie Einfluss und Geld.

Aber ich glaube trotzdem fest an die Menschen. Vielleicht nicht in ihrer Rolle als allm?chtige, weltbeherrschende Gesellschaft, sondern als einer Art unter anderen, die sich den Planeten teilt. Derzeit ist die menschliche Population (Word markiert hier ?Population falsch und schl?gt ?Popolotion? vor! lol) etwas zu hoch, aber das gibt sich wieder. Die Natur verf?gt ?ber Selbstreinigungskr?fte, und die Menschheit produziert tagt?glich ihr eigenes Antidot in Form von Umweltverschmutzung. Ich vertraue in den Kosmos, dass er die richtige Entscheidung f?llen wird. Klingt das jetzt pessimistisch? Vielleicht schon, however.

Alte Ideen sterben, neue werden geboren.
25.2.05 05:37


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